Hier finden Sie einige häufig gestellte Fragen.
Eine Gruppentherapie bietet die Möglichkeit, korrigierende Erfahrungen zu machen. Man macht die Erfahrung, Teil einer Gemeinschaft (und nicht mehr alleine) zu sein. Häufig wird ein Gefühl von Halt erlebt. Durch ein Wiederfinden in den Prozessen der anderen Gruppenteilnehmer, wird ein besseres Problemverständnis und Akzeptanz erlangt. Auch wenn Sie nicht Indexpatient sind, d. h. ein anderer Teilnehmer ein Thema bearbeitet, können Sie für sich profitieren, indem Sie gleichzeitig spüren, in welcher Weise Sie von einem ähnlichen Thema betroffen sind. Auch die Erfahrung, nicht von einem Thema betroffen zu sein oder dass andere Menschen einfach anders sind als man selbst, kann hilfreich sein. Es geht auch viel um Perspektivenübernahme und den Umgang mit Emotionen bei sich und bei anderen Menschen.
Eine Gruppentherapie ist gleich wirksam wie eine Einzeltherapie. Zusätzlich bietet eine Gruppe weitere sog. „Wirkfaktoren“, die u. a. von Fiedler (2005) ausformuliert wurden:
– In einer Gruppentherapie wird das eigene Leiden und dessen Schwere relativiert. Es wird die Erfahrung von einer sog. „Universalität des Leidens“ gemacht.
– Es erfolgt eine Rekapitulation (Wiedererinnerung) eigener (biografischer, traumatischer) Erfahrungen.
– Es kann eine „Katharsis“ erlebt werden, indem sog. unvollendete Affekte zugelassen werden bei gleichzeitig empathischer Unterstützung durch die Gruppe.
– Es wird Hoffnung vermittelt durch die Erfolge anderer Gruppenmitglieder
– Es werden existenzielle Einsichten gemacht: „Wer bin ich und welche Bedeutung kann ich für andere einnehmen?“
– Sie haben die Chance Feedback zu geben und zu empfangen.
– Sie erleben gegenseitige Unterstützung durch die Gruppenmitglieder.
– Sie lernen „am Modell“, d. h. bekommen mit, wie andere Mitglieder mit Problemen umgehen.
– Es gibt die Möglichkeit, Rollenspiele durchzuführen zur Entwicklung und zum Ausprobieren neuer Verhaltensweisen.
Literatur: Fiedler, P (2005). Verhaltenstherapie in Gruppen. Weinheim: Beltz.
Studien belegen: Gruppentherapie und Einzeltherapie sind gleich wirksam.
Eine Zusammenfassung finden Sie beispielsweise hier:
Barkowski, Sarah & Frenzl, Dominique & Burlingame, Gary & Strauss, Bernhard & Rosendahl, Jenny. (2016). Wie wirksam ist Gruppenpsychotherapie im Vergleich zur Einzelpsychotherapie?. Gruppenpsychotherapie und Gruppendynamik. 52. 142-155. 10.13109/grup.2016.52.2.142.
Häufig sind die Wartezeiten wesentlich geringer als bei einer Einzeltherapie. Ich bin nur eine der vielen Praxen in Erlangen, die Gruppentherapie anbieten. Hier können Sie sich auch auf www.gruppenplatz.de informieren. Als Therapeutin kann man mehr Patienten einen Platz anbieten, als wenn man nur im Einzelsetting behandelt.
Bitte kontaktieren Sie mich in meiner telefonischen Sprechzeit oder über mein Kontaktformular.
Nach unserem Erstgespräch werden Sie, wenn mein Angebot augenscheinlich zu Ihren Bedürfnissen passt, auf meine Warteliste gesetzt. Sobald ich einen geeigneten Gruppenplatz zu der entsprechenden Zeit für Sie habe, melde ich mich bei Ihnen.
Dann finden sog. Probatorische Sitzungen statt. Sie haben im Rahmen der Probatorik Zeit und Raum, Gruppe unverbindlich zu testen. Wir arbeiten quasi probeweise zusammen.
Am Ende der Probatorik (idealerweise nach der 2. Sitzung) vereinbaren wir erneut ein Einzelgespräch und besprechen, wie es weiter gehen kann.
Ich bin verpflichtet, zu prüfen, ob ich davon ausgehe, dass ich fachlich und menschlich die richtige Therapeutin für Sie bin. In seltenen Fällen kommt es vor, dass ich im Rahmen der Probatorik melde, dass keine Passung vorhanden ist und z. B. ein anderes Behandlungsverfahren wie tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie erfolgsversprechender ist
Wenn wir uns für dann beide für die Behandlung entscheiden, wird eine Psychotherapie bei der Krankenkasse beantragt.
Für den Antrag ist ein sog. Konsiliarbericht eines Arztes notwendig, aus dem hervorgeht, ob aus ärztlicher Sicht Einwände gegen eine Psychotherapie bestehen und ob eine gleichzeitige ärztliche Mitbehandlung notwendig ist. Die Bearbeitung des Antrages durch die Krankenkasse dauert in der Regel max. 3 Wochen.
Einzel- und Gruppensitzungen können bei Bedarf auch online stattfinden. Einzelne Gruppenteilnehmer können auch per Video zu einer Präsenzgruppe geschaltet werden. Ausschließlich Online-Therapie biete ich aktuell nicht an.
Meine Gruppentermine finden (von Montag bis Freitag) von 14 – 15.40 Uhr oder von 16 – 17.40 Uhr statt. Einzeltermine finden meist von 10 – 14 Uhr statt.
Ich kann Ihnen dann leider aktuell nicht weiterhelfen. Sie können sich stattdessen auf gruppenplatz.de über andere Gruppenpsychotherapien in der Gegend informieren. Erfahrungsgemäß sind Gruppentherapieplätze schneller zu finden als einen Platz für eine Einzeltherapie. Über die „Arzt- und Psychotherapeutensuche“ auf 116117.de finden Sie alle Psychotherapeut*innen im Umkreis, die über die gesetzlichen Krankenkassen abrechnen können.
Viele Menschen entscheiden sich aus diesem Grund gegen eine Gruppenpsychotherapie und für eine Einzeltherapie. Das ist total verständlich!
Für die Menschen, die sich mit eventuellen dahinterstehenden Themen auseinandersetzen wollen, habe ich mir ein paar Fragen überlegt:
– Kann es sein, dass Sie dieses Thema auch aus dem Alltag kennen? Aus therapeutischer Sicht könnte die Gruppe dann ein Ort sein, um genau damit lernen umzugehen.
– Vielleicht steht eine Angst dahinter, nicht genug Raum für sich zu bekommen – das Einzel gehört nur Ihnen. Auch damit könnte man in der Gruppe arbeiten, indem Sie lernen, sich mehr Raum zu nehmen.
– Es könnte auch darum gehen, „die anderen“ nicht belasten zu wollen oder zu können.
– Manche Patienten berichten von negativen Vorerfahrungen in der Gruppe, dass traumatische Ereignisse in der Gruppe ausgebreitet und bearbeitet wurden, was überfordernd (oder gar retraumatisierend) sein kann.
Kontraindikationen sind akute psychotische Störungen, hirnorganische Störungen sowie paranoide, schizoide und dissoziale Persönlichkeitsstörungen.
Ich möchte gerne mit Ihnen am Telefon oder im Erstgespräch gemeinsam schauen, ob eine Gruppe für Sie und Ihr Therapieziel das richtige ist.
Leider nein.
Ja und Nein. Prinzipiell biete ich auch Traumabearbeitung mittels EMDR an. Diese findet im Einzel statt (parallel zu einer Gruppe). Für manche traumatisierte Menschen ist eine Gruppe zu viel und eine engmaschige Einzelbetreuung wichtig, die ich aktuell leider nicht anbieten kann.
Das kann ich gut verstehen. Sie können das psychotherapeutische Arbeiten in einer Gruppe unverbindlich testen. Hierzu biete ich eine sog. Schnuppergruppe („Gruppenpsychotherapeutische Grundversorgung“) an. Diese findet dienstags von 16 – 17.40 Uhr statt. Die Schnuppergruppe besteht aus 4 Sitzungen. Ich bringe als Gruppenleiterin Themen mit. Es werden Informationen vermittelt zu psychischen Krankheiten, deren Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten. Gleichzeitig wird es auch Raum für eigene Themen und Fragen geben. Ziel der Schnuppergruppe ist es, Sie auf eine ambulante Gruppentherapie vorzubereiten.
Ja, ich stelle die Gruppe so zusammen, dass Menschen in ähnlichen Lebensphasen und mit ähnlichen Themen zusammen sind.
Ja, wenn Sie daran Interesse haben, sprechen Sie mich darauf an, dann berücksichtige ich das gerne bei der Gruppenplanung.
Das kann passieren. Bitte sprechen Sie mich auf jeden Fall darauf an. Sie müssen natürlich nicht weiter teilnehmen. Die Teilnahme an einer weiteren Sitzung wäre wünschenswert, um sich von der Gruppe zu verabschieden. Wenn das Unwohlsein durch einen unausgesprochenen Konflikt oder Übertragungsreaktion zustande kommt, gibt es die Chance, dies in der Gruppe zu klären und konstruktiv für Ihre Genesung zu nutzen. Ich würde ich Sie in jedem Falle ermutigen, das Unwohlsein als Entwicklungsaufgabe oder „Therapiegeschenk“ zu sehen und die Gruppe als Übungsfeld zu nutzen, um das Problem zu klären.
Jede 10. Gruppensitzung kann eine Stunde Einzeltherapie stattfinden.